Er war früher mal jemand, der für die Sozialdemokratische Partei Deutschlands in Verantwortung gestanden hatte. Doch jetzt ist Wolfgang Clement nur noch ein Lobbyist des RWE-Konzerns.
Clement kritisiert öffentlich den wirtschafts und umweltpolitischen Kurs der SozialdemokratInnen und greift insbesondere deren Spitzenkandidatin für die hessische Landtagswahl an.
Wer dabei glaubt, dass er für eine Strömung innerhalb der SPD sprechen würde, der irrt. Es gibt zwar verschiedene Lager innerhalb der SPD, die miteinander streiten; dies ist das Naturell einer großen Volkspartei. Allerdings gehört es auch zu deren Natur, dass man in einem Wahlkampf hinter der/dem Kandidatin/en steht. Dies gilt für die SPD, die sich der Solidarität stets verpflichtet hat, in besonderes hohen Maße.
Hinzu kommt, dass die SPD zur Zeit vor allem eines braucht: Erfolge. Erfolge bei Landtagswahlen, damit sie 2009 selbstbewusst in den Bundestagswahlkampf gehen kann. Andrea Ypsilanti könnte ihr so einen Sieg bescheren. Clements unsolidarisches Verhalten schadet Ypsilanti und der SPD.
Daher sollte er sich und der SPD den Gefallen tun und freiwillig austreten. Dieser Funken von Ehrlichkeit, vorallem gegenüber sich selbst, würde Clement wenigstens die Demütigung eines Parteiausschlussverfahrens ersparen.
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