Freitag, 28. März 2008

Antrieb.

Sein Leben lang wird das Handeln eines jeden Menschen von etwas bestimmt, das ihn an und um treibt. Dieses "etwas" kann so vielseitig sein wie die einzelnen Menschen. Eine Sache davon ist das Streben, das Bedürfnis und das Verlangen - bei manchem vielleicht auch die Gier - nach Bedeutung. Oder anders gesagt: Die Angst vor der Bedeutungslosigkeit.

Es ist wahrscheinlich das Bewusstsein der eigenen Endlichkeit; das Wissen darum, dass zwischen Geburt und Tod nur eine verhältnismäßig kurze Zeitspanne liegt; die Angst vor der Ungewissheit und davor schlicht in Vergessenheit zu geraten. Dieses unbequeme Gefühl, diese Furcht, dass man nichts bewegt oder verändert und nichts hinterlassen haben könnte, dass ist Antrieb für viele Menschen.

Dieser Antrieb zeigt sich bei jedem anders. Mal ist es der Wunsch ein berühmter Musiker oder bekannte Schauspielerin zu werden. Andere wollen schlicht reich und mächtig werden, wofür man heute am Besten in die Wirtschaft geht und wiederum andere streben nach wissenschaftlichen Ehren oder wollen als Arzt, Richter, Bundeskanzler oder Bundespräsidentin den Menschen Gutes tun. Sicher steckt hier und da auch ein altruistisches Motiv dahinter. Aber etwas bedeutungsvolles unter Umständen historisches zu tun, wohnt alle dem irgendwie inne.

Aber letztlich ist nur wirklich Bedeutungsvoll, wie wir mit den Menschen um uns herum, unseren Freunden, unserer Familie, den Menschen, die wir lieben, umgehen. Daran wird man sich erinnern. Das wird bleiben. Daran wird sich messen lassen, ob wir in unserem Leben etwas erreicht haben. Dies ist der Fall, wenn wir zumindest einen anderen Menschen diesen Augenblick, in dem die Zeit still zu stehen scheint, dem man sich hingeben kann, so oft wie möglich bedingungslos schenken. Schlicht formuliert: Wenn wir sie glücklich machen.

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Sehr sehr schöne Gedanken und ich bin sogar erwähnt (BP) ;-)

Anonym hat gesagt…

schön gedacht!

Anonym hat gesagt…

Zum Glück gibt es noch jene Menschen unter uns, die im Glück, das sie anderen schenken, einen Antrieb sehen. Die nicht nur objektiv messbare Kriterien anstreben...

I like that!